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Ist Mediation das Richtige?

8 Fragen in Anlehnung an die Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl. Am Ende sehen Sie eine Ampel: wie weit Ihr Konflikt eskaliert ist und welcher Weg jetzt passt.

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Frage 1 von 8
Direkte Kommunikation
Können Sie mit der anderen Seite noch direkt über den Konflikt sprechen?
Hintergrund

Die 9 Eskalationsstufen nach Glasl, einfach erklärt

Der österreichische Konfliktforscher Friedrich Glasl hat beschrieben, wie Konflikte Schritt für Schritt eskalieren: in neun Stufen, die sich zu drei Phasen bündeln. Das Modell hilft einzuordnen, wo ein Streit gerade steht – und was dann noch möglich ist.

Phase 1: Gemeinsam lösen ist noch möglich

Beide Seiten wollen eigentlich eine Lösung, die für alle passt. Der Ton wird rauer, aber man redet noch.

  1. Stufe 1
    Verhärtung

    Standpunkte prallen aufeinander, man ist gereizt – aber überzeugt, dass sich das klären lässt.

  2. Stufe 2
    Debatte

    Es geht ums Rechthaben. Argumente werden zugespitzt, Zwischentöne verschwinden.

  3. Stufe 3
    Taten statt Worte

    Reden scheint sinnlos, also schafft man Fakten. Die Gesprächsbasis bröckelt.

Phase 2: Einer soll gewinnen

Es geht nicht mehr um die beste Lösung, sondern darum, nicht zu verlieren. Die andere Person wird zum Gegner.

  1. Stufe 4
    Koalitionen

    Man sucht Verbündete und festigt das Bild vom „schwierigen“ Gegenüber.

  2. Stufe 5
    Gesichtsverlust

    Angriffe zielen auf die Person: bloßstellen, abwerten, Vertrauen zerstören.

  3. Stufe 6
    Drohungen

    Ultimaten und Drohungen sollen die andere Seite zum Einlenken zwingen.

Phase 3: Beide verlieren

Der eigene Vorteil ist zweitrangig – Hauptsache, die andere Seite verliert mehr.

  1. Stufe 7
    Begrenzte Schädigung

    Gezielte Schläge gegen die andere Seite, eigener Schaden wird hingenommen.

  2. Stufe 8
    Zersplitterung

    Ziel ist, die Grundlagen des Gegenübers zu zerstören – wirtschaftlich, sozial, persönlich.

  3. Stufe 9
    Gemeinsam in den Abgrund

    Die Vernichtung des anderen ist wichtiger als die eigene Existenz.

Wann ist Mediation sinnvoll?

In den ersten beiden Phasen, also bis Stufe 6. Früh ist eine Mediation am einfachsten, weil beide Seiten noch miteinander reden. In den Stufen 4 bis 6 braucht sie eine klare Struktur und eine neutrale Begleitung, die verhindert, dass alte Muster weiterlaufen. Ab Stufe 7 und immer bei Gewalt oder Angst fehlt die Grundlage für eine freiwillige Einigung.

Eskalation ist kein Automatismus

Die Stufen beschreiben, wie Konflikte typischerweise verlaufen, nicht, dass sie so verlaufen müssen. Viele Streits bleiben auf einer Stufe stehen, und mit Unterstützung lassen sie sich auch wieder zurückführen. Wer früh ansetzt, hat mehr Möglichkeiten.

Drei Wege zur Einschätzung

Eigene Sicht, beide Sichten oder gleich mit Starterpaket

Ihre eigene Sicht

Kurz-Check

kostenlos
  • ✓8 Fragen, etwa 2 Minuten
  • ✓ohne Anmeldung, Auswertung nur in Ihrem Browser
  • ✓Ampel mit Einordnung nach Glasl
beide Sichten

Paar-Check

20 €
  • ✓beide Seiten beantworten die Fragen getrennt
  • ✓Abgleich: Wo sehen Sie den Konflikt gleich, wo nicht?
  • ✓vertraulich – die andere Seite sieht nur Ampel und Abgleich
Paar-Check inklusive

Digitales Starterpaket

189 € pro Fall
  • ✓Paar-Check für beide Seiten inklusive
  • ✓Mediation verstehen und passende Mediator:in finden
  • ✓klären, ob eine Lösung möglich ist – die Einigung kommt danach
FAQ

Häufige Fragen zum Eignungscheck

Erfährt die andere Seite meine Antworten?

Nein. Beim kostenlosen Kurz-Check bleiben Ihre Antworten in Ihrem Browser und werden nirgends gespeichert. Beim Paar-Check sieht die andere Seite nicht Ihre einzelnen Antworten, sondern nur die Ampel und den Abgleich, wo Sie den Konflikt ähnlich oder unterschiedlich einschätzen.

Was sind die Eskalationsstufen nach Glasl?

Der Konfliktforscher Friedrich Glasl beschreibt neun Stufen, auf denen Konflikte eskalieren, gruppiert in drei Phasen: In den ersten drei Stufen suchen beide Seiten noch eine gemeinsame Lösung, in den Stufen vier bis sechs geht es ums Gewinnen, ab Stufe sieben nehmen beide Seiten eigene Verluste in Kauf, damit die andere mehr verliert.

Ab welcher Eskalationsstufe ist Mediation sinnvoll?

In den ersten beiden Phasen (Stufe 1 bis 6) ist Mediation in der Regel sinnvoll – früh ist sie am einfachsten, in den Stufen 4 bis 6 braucht sie eine klare, neutrale Führung. Ab Stufe 7, und immer bei Gewalt oder Angst, fehlt die Grundlage für eine freiwillige Einigung. Dann sind Schutz, anwaltliche Beratung, Schlichtung oder ein Gericht der richtige Weg.

Eskaliert jeder Konflikt automatisch weiter?

Nein. Die Stufen beschreiben, wie Konflikte typischerweise eskalieren, nicht, dass sie es müssen. Ein Konflikt kann auf einer Stufe stehen bleiben, und mit Unterstützung lässt er sich auch wieder zurückführen. Je früher man ansetzt, desto leichter.

Warum ist ein Ergebnis auf Basis meiner Antworten nur eine Orientierung?

Weil es nur Ihre Sicht abbildet. Die andere Seite erlebt denselben Konflikt oft auf einer anderen Stufe. Genau dafür gibt es den Paar-Check: Er stellt beide Einschätzungen nebeneinander. Der Check ersetzt keine Beratung und ist keine Diagnose.

Was kostet der Paar-Check, und was passiert danach?

Der Paar-Check kostet 20 €. Sie laden die andere Seite ein, beide beantworten die Fragen getrennt, danach sehen beide die Ampel und den Abgleich. Ob und wie es weitergeht, entscheiden Sie danach. Im Digitales Starterpaket (189 € pro Fall) ist der Paar-Check bereits enthalten.

Der Check ist eine Orientierung, keine Diagnose, und ersetzt keine Beratung. Das Stufenmodell geht auf Friedrich Glasl zurück; Fragen und Auswertung sind eine vereinfachte Anlehnung von medipact.