8 Fragen in Anlehnung an die Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl. Am Ende sehen Sie eine Ampel: wie weit Ihr Konflikt eskaliert ist und welcher Weg jetzt passt.
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Der österreichische Konfliktforscher Friedrich Glasl hat beschrieben, wie Konflikte Schritt für Schritt eskalieren: in neun Stufen, die sich zu drei Phasen bündeln. Das Modell hilft einzuordnen, wo ein Streit gerade steht – und was dann noch möglich ist.
Beide Seiten wollen eigentlich eine Lösung, die für alle passt. Der Ton wird rauer, aber man redet noch.
Standpunkte prallen aufeinander, man ist gereizt – aber überzeugt, dass sich das klären lässt.
Es geht ums Rechthaben. Argumente werden zugespitzt, Zwischentöne verschwinden.
Reden scheint sinnlos, also schafft man Fakten. Die Gesprächsbasis bröckelt.
Es geht nicht mehr um die beste Lösung, sondern darum, nicht zu verlieren. Die andere Person wird zum Gegner.
Man sucht Verbündete und festigt das Bild vom „schwierigen“ Gegenüber.
Angriffe zielen auf die Person: bloßstellen, abwerten, Vertrauen zerstören.
Ultimaten und Drohungen sollen die andere Seite zum Einlenken zwingen.
Der eigene Vorteil ist zweitrangig – Hauptsache, die andere Seite verliert mehr.
Gezielte Schläge gegen die andere Seite, eigener Schaden wird hingenommen.
Ziel ist, die Grundlagen des Gegenübers zu zerstören – wirtschaftlich, sozial, persönlich.
Die Vernichtung des anderen ist wichtiger als die eigene Existenz.
In den ersten beiden Phasen, also bis Stufe 6. Früh ist eine Mediation am einfachsten, weil beide Seiten noch miteinander reden. In den Stufen 4 bis 6 braucht sie eine klare Struktur und eine neutrale Begleitung, die verhindert, dass alte Muster weiterlaufen. Ab Stufe 7 und immer bei Gewalt oder Angst fehlt die Grundlage für eine freiwillige Einigung.
Die Stufen beschreiben, wie Konflikte typischerweise verlaufen, nicht, dass sie so verlaufen müssen. Viele Streits bleiben auf einer Stufe stehen, und mit Unterstützung lassen sie sich auch wieder zurückführen. Wer früh ansetzt, hat mehr Möglichkeiten.
Nein. Beim kostenlosen Kurz-Check bleiben Ihre Antworten in Ihrem Browser und werden nirgends gespeichert. Beim Paar-Check sieht die andere Seite nicht Ihre einzelnen Antworten, sondern nur die Ampel und den Abgleich, wo Sie den Konflikt ähnlich oder unterschiedlich einschätzen.
Der Konfliktforscher Friedrich Glasl beschreibt neun Stufen, auf denen Konflikte eskalieren, gruppiert in drei Phasen: In den ersten drei Stufen suchen beide Seiten noch eine gemeinsame Lösung, in den Stufen vier bis sechs geht es ums Gewinnen, ab Stufe sieben nehmen beide Seiten eigene Verluste in Kauf, damit die andere mehr verliert.
In den ersten beiden Phasen (Stufe 1 bis 6) ist Mediation in der Regel sinnvoll – früh ist sie am einfachsten, in den Stufen 4 bis 6 braucht sie eine klare, neutrale Führung. Ab Stufe 7, und immer bei Gewalt oder Angst, fehlt die Grundlage für eine freiwillige Einigung. Dann sind Schutz, anwaltliche Beratung, Schlichtung oder ein Gericht der richtige Weg.
Nein. Die Stufen beschreiben, wie Konflikte typischerweise eskalieren, nicht, dass sie es müssen. Ein Konflikt kann auf einer Stufe stehen bleiben, und mit Unterstützung lässt er sich auch wieder zurückführen. Je früher man ansetzt, desto leichter.
Weil es nur Ihre Sicht abbildet. Die andere Seite erlebt denselben Konflikt oft auf einer anderen Stufe. Genau dafür gibt es den Paar-Check: Er stellt beide Einschätzungen nebeneinander. Der Check ersetzt keine Beratung und ist keine Diagnose.
Der Paar-Check kostet 20 €. Sie laden die andere Seite ein, beide beantworten die Fragen getrennt, danach sehen beide die Ampel und den Abgleich. Ob und wie es weitergeht, entscheiden Sie danach. Im Digitales Starterpaket (189 € pro Fall) ist der Paar-Check bereits enthalten.
Der Check ist eine Orientierung, keine Diagnose, und ersetzt keine Beratung. Das Stufenmodell geht auf Friedrich Glasl zurück; Fragen und Auswertung sind eine vereinfachte Anlehnung von medipact.