
Das Verfahren
Beide Seiten werden getrennt voneinander durch dieselben Schritte geführt – Sie müssen nichts formulieren und nichts vorbereiten. Der Mediator kommt für die Stellen dazu, an denen es einen Menschen braucht: zwei Sitzungen à 60 Minuten statt sechs Termine.
In der klassischen Mediation passiert alles im Termin. Beide Seiten sitzen im Raum, tragen vor, hören zu, verhandeln – und weil die Uhr läuft, geht ein großer Teil der Zeit für Dinge drauf, die keine Verhandlung sind: Sachverhalte sortieren, Positionen erklären, Zahlen zusammentragen. Das ist der Grund, warum eine Mediation sechs Termine und einen vierstelligen Betrag kostet.
Hier läuft diese Arbeit vorher – und zwar geführt. Beide Seiten gehen getrennt voneinander durch dieselben Schritte: Fragen, Auswahlmöglichkeiten, Prioritäten. Kein leeres Textfeld, keine Stellungnahme, die man erst formulieren muss. Daraus sortiert das Verfahren, worüber Einigkeit besteht und wo der Konflikt tatsächlich liegt – meist an weniger Stellen als gedacht.
Erst dann kommt der Mediator dazu, und zwar für genau diese Stellen: zwei Sitzungen à 60 Minuten, in denen entschieden wird, was sich vorher nicht entscheiden lässt. So viele wie nötig, so wenige wie möglich.
Die Struktur ersetzt nicht den Mediator. Sie ersetzt die Stunden, in denen er zugehört hat, statt zu vermitteln.
Wer mitten im Streit steckt, schreibt keine guten Texte – deshalb eskalieren E-Mails zwischen zerstrittenen Parteien so zuverlässig. Hier beantworten Sie Fragen und treffen Auswahlen. Das Verfahren macht daraus, was die andere Seite lesen kann.
Sie müssen sich nicht in einen Raum setzen, um sich zu einigen. Beide Seiten gehen unabhängig voneinander durch dieselben Schritte, zu unterschiedlichen Zeiten. Niemand unterbricht, und niemand sagt etwas im Affekt.
Bei einer Vereinbarung, die Jahre halten soll – Betreuungszeiten, Zahlungen, Nutzungsregeln – ist das kein Nebeneffekt, sondern der Punkt.
Dasselbe Verfahren – wahlweise ganz ohne Sitzung, mit zwei Sitzungen oder durchgehend begleitet. Die Pakete mit Sitzungen bieten wir derzeit nur bei Trennung und Scheidung an.
Nachbarschaft und Verbraucher je Partei; Trennung und Erbe ab €399, Geschäftskonflikte ab €1.200
Für alle Konfliktarten
Das komplette Verfahren geführt, in Ihrem Tempo. Für Fälle, in denen die Sache klar ist und nur die Struktur fehlt.
Zwei Sitzungen à 60 Minuten inklusive
Nur bei Trennung & Scheidung
Das Verfahren bereitet alles vor, der Mediator entscheidet mit Ihnen die strittigen Punkte – per Video, zu zweit oder zu dritt.
Fünf Sitzungen plus anwaltliche Ersteinschätzung
Nur bei Trennung & Scheidung
Für sehr komplexe Fälle – mit Vermögen, Firma, Kindern oder hohem Konfliktniveau. Eine feste Ansprechperson von Anfang bis Ende.
Klar genug für Sachfragen. Ruhig genug für emotionale Themen.
Sie beschreiben kurz, worum es geht: Trennung, Nachbarschaft, Erbe oder ein anderer privater Konflikt.
Die andere Partei wird sachlich eingebunden. Kein öffentlicher Druck, keine bloßstellende Konfrontation.
Medipact trennt Emotionen, Forderungen und eigentliche Interessen. Dadurch wird der Konflikt greifbarer.
Beide Seiten antworten strukturiert. Die KI hilft, Eskalation zu vermeiden und beim Wesentlichen zu bleiben.
Aus den Interessen entstehen konkrete Vorschläge, die beide Seiten prüfen, anpassen oder ablehnen können.
Das Ergebnis wird klar festgehalten. Bei rechtlich wichtigen Fragen sollte es juristisch geprüft werden.
Nicht sicher, ob der Konflikt eskaliert? Halten Sie kostenlos fest, was passiert – Vorkommnisse, Gespräche, E-Mails – und führen Sie parallel ein privates Journal für Ihre Gedanken, das garantiert niemand außer Ihnen liest. Eskaliert es doch, wird das Logbuch mit einem Klick zur Mediation; geteilt wird nur, was Sie ausdrücklich freigeben.
Medipact ist kein Chatbot, der Ihren Streit „löst“. Der geführte Prozess übernimmt die Struktur- und Fleißarbeit – die Verantwortung für Ihren Fall trägt immer ein Mensch.
Jeder Fall hat einen verantwortlichen Mediator. Er legt fest, welche Schritte Ihr Fall in jeder Phase braucht – und passt den Ablauf an, wenn nötig.
Zwischenergebnisse und Vereinbarungen werden geprüft, bevor es weitergeht. Die KI arbeitet zu – die Verantwortung bleibt beim Menschen.
In den Modellen Hybrid und Vollservice führt ein zertifizierter Mediator die entscheidenden Sitzungen – per Video, zu zweit oder zu dritt.
Droht der Prozess zu kippen, greift der Mediator ein: Er moderiert, sortiert neu oder holt bei Bedarf Spezialisten dazu.
Themen ordnen, Formulierungen versachlichen, Interessen aus Forderungen lösen, strittige Punkte gewichtet abgleichen und die Vereinbarung erzeugen. Weil daran auch der Preis hängt, hat das eine eigene Seite bekommen – zusammen mit den Grenzen des Verfahrens und der Frage, wo und wie KI eingesetzt wird.
Das Verfahren erfindet die Mediation nicht neu – es verlagert nur, wo ihre Arbeit stattfindet. Zugrunde liegt das klassische Fünf-Phasen-Modell, ergänzt um eine Phase 0 für Onboarding und Einladung, und als Methode das Harvard-Prinzip: Interessen statt Positionen, Optionen statt Schuldzuweisungen. Der Rahmen ist fest – welche Schritte Ihr Fall in jeder Phase braucht, legt der verantwortliche Mediator individuell fest.
Sie beschreiben Ihren Fall, die Gegenseite wird sachlich eingeladen. Erst wenn beide Seiten freiwillig dabei sind, beginnt die eigentliche Mediation.
Auf der Plattform: Die Plattform formuliert auf Wunsch eine neutrale, professionelle Einladungsnachricht für Sie.
Der Rahmen wird geklärt: Wie läuft das Verfahren ab, welche Regeln gelten, was bleibt vertraulich? Beide Seiten wissen von Anfang an, worauf sie sich einlassen.
Auf der Plattform: Gesprächsregeln, Ablauf und Vertraulichkeit werden transparent festgehalten – für beide Seiten gleich.
Beide Seiten schildern aus ihrer Sicht, welche Themen offen sind – zunächst ohne Bewertung. Oft zeigt sich: Hinter einem großen Streit stecken mehrere klar benennbare Punkte.
Auf der Plattform: Ihre Eingaben werden strukturiert gesammelt und zu einer gemeinsamen Themenliste geordnet.
Das Herzstück: Hinter jeder Forderung steckt ein Interesse – ein Bedürfnis, eine Sorge, ein Wunsch. Positionen schließen sich oft aus, Interessen lassen sich meist vereinbaren.
Auf der Plattform: Gezielte Fragen helfen, vom „Was fordere ich?“ zum „Worum geht es mir wirklich?“ zu kommen.
Jetzt werden Ideen entwickelt – möglichst viele, zunächst ohne Bewertung. Ziel sind Lösungen, die mehrere Interessen gleichzeitig erfüllen, statt eines Kompromisses, mit dem niemand zufrieden ist.
Auf der Plattform: Aus den geklärten Interessen entstehen konkrete Vorschläge, die beide Seiten prüfen und anpassen können.
Die Optionen werden verhandelt: Ist die Lösung fair? Ist sie umsetzbar? Schritt für Schritt nähern sich beide Seiten der Option, die ihnen am besten gerecht wird.
Auf der Plattform: Die Plattform hält fest, wo Einigkeit besteht und wo noch verhandelt wird – nichts geht verloren.
Die beste Lösung wird schriftlich festgehalten und von beiden Seiten bestätigt. Bei rechtlich wichtigen Fragen empfiehlt sich eine juristische Prüfung.
Auf der Plattform: Am Ende steht eine klare, dokumentierte Vereinbarung – wer tut was bis wann.
Das Harvard-Prinzip ist unser Standard, aber nicht immer das richtige Werkzeug. Wer sich nicht in einem Raum aushält, braucht getrennte Gespräche. Wer die eigenen Chancen vor Gericht überschätzt, braucht Zahlen. Der Mediator wählt die Methode zum Fall – der Ablauf bleibt derselbe, die Schritte darin ändern sich.
Hart in der Sache, weich zu den Menschen: Interessen statt Positionen, ein durchdachter Plan B, eine Optionen-Werkstatt und objektive Kriterien – bis beide Seiten guten Gewissens zustimmen können.
Passt: Der Standardweg für die meisten Fälle
Die Parteien treffen sich zunächst gar nicht. Der Mediator pendelt vertraulich zwischen beiden Seiten und bringt nur das hinüber, was helfen soll.
Passt: Bei starker Eskalation, Machtgefälle oder hartem Verhandlungspoker
Erst die Menschen, dann die Sache: Anerkennung, Perspektivwechsel und ein gemeinsames Zukunftsbild stehen vor der Einigung über Zahlen.
Passt: Wenn Sie danach weiter zusammenarbeiten oder Familie bleiben
Der ehrliche Blick auf Zahlen und Risiken: Was kostet der Streit wirklich, wie stehen die Chancen vor Gericht, wo liegt die Einigungszone? Jede Option bekommt ein Preisschild.
Passt: Wenn eine Seite ihre Erfolgsaussichten deutlich überschätzt
Derselbe Prozess funktioniert zwischen Unternehmen – dort allerdings unter dem Namen Online Dispute Resolution. Der Unterschied ist weniger die Methode als das Tempo: Ein blockierter Auftrag oder ein Gesellschafter-Patt kostet jeden Tag Geld, den er ungelöst bleibt.
Gesellschafter, Geschäftspartner, Lieferanten: Konflikte, bei denen die Geschäftsbeziehung überleben soll.
Mit Schlichterspruch am Ende – für Fälle, in denen eine Empfehlung von außen den Ausschlag geben muss.
Streit zwischen Händler und Kunde oder zwischen Plattform und Anbieter, in hoher Stückzahl abwickelbar.
Leistungsstörungen, Abnahme, Gewährleistung – geklärt, bevor die Kündigung im Raum steht.
Ein einzelnes Massenverfahren – Online-Schlichtung oder E-Commerce-Streit – kostet pauschal 399 € und wird von der Seite bezahlt, die es anlegt. Wer regelmäßig Streitfälle abzuwickeln hat – Fluggastrechte, Mietforderungen, E-Commerce-Reklamationen – nutzt stattdessen ein Firmen-Abo, in dem die Fälle enthalten sind.
Von der Trennung mit Kindern bis zum Gesellschafter-Patt: Diese Fallbeispiele zeigen den Prozess Schritt für Schritt – inklusive Kosten- und Zeitvergleich zum Gerichtsweg.
12 Jahre verheiratet, 2 Kinder. Lösung in 5 Monaten statt 3 Jahre Gericht.
Fall lesenBeamten-Pension trifft geringe Rente. Klarheit in 6 Monaten statt 2+ Jahre Verfahren.
Fall lesenMonatelanger Streit um nächtlichen Lärm, mehrfach Polizei – gelöst ohne Gericht.
Fall lesen50/50-Patt, 18 Mitarbeiter, Firma blockiert. Lösung in 3 Monaten.
Fall lesenDie größte Hürde ist fast immer dieselbe Frage: „Wie bringe ich die andere Seite dazu, mitzumachen?“ Zwei Dinge nehmen Ihnen diese Sorge ab.
Ohne Vorwürfe, lösungsorientiert formuliert. Kopieren, Namen einsetzen, abschicken.
Betreff: Vorschlag, unsere Situation gemeinsam zu klären Hallo [Name], ich würde unsere offene Situation gern lösen – fair und ohne Streit. Ich bin auf medipact gestoßen, eine Online-Plattform, die beide Seiten strukturiert und neutral durch ein klärendes Gespräch führt. Das Ganze ist unverbindlich und vertraulich. Wärst du bereit, dir das gemeinsam mit mir anzusehen? Mir ist wichtig, dass wir beide gehört werden und am Ende eine Lösung finden, mit der wir beide gut leben können. Viele Grüße [Dein Name]
Sie müssen das unangenehme Gespräch nicht selbst führen. Wenn Sie Ihren Fall angelegt haben, wird die andere Seite über medipact eingeladen – sachlich und neutral, nicht als Konfrontation, sondern als Angebot zur gemeinsamen Klärung.
Für private wie geschäftliche Konflikte, bei denen beide Seiten grundsätzlich eine Lösung suchen: Trennung und Scheidung, Nachbarschaftsstreit, Erbe und familiäre Auseinandersetzungen, Verbraucher- und Handwerkerstreit sowie Geschäftskonflikte zwischen Unternehmen (Online Dispute Resolution).
Nein. Die Pakete mit Sitzungen bieten wir derzeit nur bei Trennung und Scheidung an. Alle übrigen Konfliktarten laufen über das Verfahren ohne Sitzungen – Nachbarschaft und Verbraucher ab 49 Euro je Partei, Erbstreit pauschal 399 Euro pro Fall, Geschäftskonflikte 1.900 Euro (Gesellschafter, Nachfolge, Team) beziehungsweise 1.200 Euro (B2B-Vertragsstreit).
Standard ist das Harvard-Prinzip: Interessen statt Positionen. Je nach Fall kommen drei weitere Methoden infrage – Shuttle-Mediation bei starker Eskalation, transformative Mediation, wenn die Beziehung bestehen bleibt, und evaluative Mediation, wenn eine Seite ihre Chancen vor Gericht überschätzt. Der Mediator wählt die Methode aus.
Das hängt allein vom Streitwert ab, nicht vom Aufwand. Unser Prozesskosten-Rechner wendet die gesetzlichen Tabellen an und stellt das Kostenrisiko den Mediationskosten gegenüber – kostenlos, ohne Anmeldung und mit Fundstelle zu jeder Position.
Nein. Medipact ist eine niedrigschwellige Alternative zur strukturierten Einigung. Bei komplexen rechtlichen Fragen sollte das Ergebnis anwaltlich geprüft werden.
Dann kann keine gemeinsame Einigung entstehen. Sie können Ihre Sicht trotzdem sortieren und besser vorbereitet entscheiden, ob ein anderer Weg notwendig ist.
Eine Vereinbarung kann verbindlich werden, wenn beide Seiten sie bewusst akzeptieren und die rechtlichen Anforderungen erfüllt sind. Bei Scheidung, Erbe oder größeren Vermögenswerten ist eine juristische Prüfung sinnvoll.
Viele Konflikte lassen sich in wenigen Wochen strukturieren und lösen. Die Dauer hängt davon ab, wie komplex der Streit ist und wie aktiv beide Seiten mitarbeiten.
Ursprung der Methode
Das Harvard Negotiation Project wurde 1979 gegründet. Daraus entstand 1981 der Welt-Bestseller „Getting to Yes“ von Roger Fisher und William Ury – die Grundlage des Prinzips, das medipact heute digital umsetzt: Interessen statt Positionen.