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Paar im Gespräch über eine Trennung
Trennung & Unterhalt

Scheidungsmediation online.Wenn die Beziehung endet, beginnen die offenen Fragen. Klärt sie fair – statt vor Gericht.

Trennung und Scheidung bedeuten nicht nur emotionale Belastung, sondern auch konkrete Entscheidungen: Unterhalt, Betreuung, Finanzen. Genau dafür ist Scheidungsmediation da – ein strukturiertes Verfahren, das beide Seiten zu einer tragfähigen Regelung führt, auch wenn die Vorstellungen weit auseinanderliegen.

Leistungen

Typische Herausforderungen

Diese Punkte führen häufig dazu, dass Konflikte eskalieren oder festfahren.

Unterschiedliche Vorstellungen

Beide Seiten haben klare Erwartungen – aber keine gemeinsame Basis, wie eine faire Lösung aussehen kann.

Emotionen blockieren Gespräche

Verletzungen und Enttäuschung machen es schwer, sachlich über Unterhalt oder Betreuung zu sprechen.

Druck durch Zeit und Geld

Finanzielle Unsicherheit und schnelle Entscheidungen erhöhen den Konfliktdruck zusätzlich.

Die Kinder geraten zwischen die Fronten

Betreuungszeiten werden zum Verhandlungspfand, Absprachen kippen kurzfristig. Kinder merken das sofort – und richten ihr Verhalten danach aus, was gerade weniger Ärger macht.

Niemand hat den vollständigen Überblick

Konten, Versicherungen, Altersvorsorge, Kredite: Oft hat sich eine Seite jahrelang darum gekümmert. Ohne gemeinsame Zahlenbasis wird jede Diskussion über Fairness zum Misstrauensgespräch.

Jeder Schritt schafft Fakten

Wer auszieht, wer das Konto trennt, wer zuerst zum Anwalt geht – vieles davon lässt sich später nur schwer korrigieren. Genau deshalb lohnt eine Klärung, bevor die ersten Entscheidungen fallen.

Scheidungsmediation im Detail

Scheidungsmediation: Was darin geregelt wird – und was nicht

Scheidungsmediation ist kein Paartherapie-Ersatz und keine Rechtsberatung. Sie ist das Verfahren, in dem Sie die Folgen einer Trennung selbst regeln, statt sie regeln zu lassen. Am Ende steht eine Scheidungsfolgenvereinbarung – ein Dokument, das beim Familiengericht die Arbeit macht, die sonst zwei Anwälte streitig verhandeln. Diese sechs Themen kommen dabei fast immer auf den Tisch.

Kindes- und Ehegattenunterhalt

Die Höhe folgt Tabellen und Einkommen – darüber lässt sich wenig verhandeln. Verhandelbar ist alles drumherum: Wie wird mit Sonderbedarf umgegangen, was passiert bei Jobwechsel oder Krankheit, wann wird neu gerechnet. Genau diese Punkte fehlen in gerichtlichen Titeln meistens und führen später zurück vor Gericht.

Betreuung und Umgang

Residenz-, Wechsel- oder Nestmodell ist keine Rechtsfrage, sondern eine Alltagsfrage: Arbeitszeiten, Schulweg, Ferien, Krankheitstage. In der Mediation entsteht ein konkreter Betreuungsplan statt einer abstrakten Umgangsregelung – inklusive der Frage, wie Sie künftig miteinander kommunizieren.

Die gemeinsame Immobilie

Verkaufen, übernehmen, vermieten oder halten bis die Kinder aus dem Haus sind: Jede Variante hat steuerliche und finanzielle Folgen, die sich rechnen lassen. Die Mediation legt die Optionen nebeneinander, statt dass jede Seite nur ihre eigene durchsetzen will.

Zugewinn und Altersvorsorge

Der Versorgungsausgleich läuft grundsätzlich über das Gericht, der Zugewinn nicht. Beides hängt an einer vollständigen Vermögensaufstellung – und genau daran scheitern streitige Verfahren am häufigsten, weil Auskunft erzwungen statt gegeben wird.

Schulden und laufende Verträge

Gemeinsame Kredite, Leasing, Versicherungen, Handyverträge: Die Bank interessiert die Trennung nicht, beide bleiben in der Haftung. Wer welche Verbindlichkeit übernimmt und wie die andere Seite abgesichert wird, gehört in die Vereinbarung – nicht in eine mündliche Absprache.

Wie Sie künftig miteinander umgehen

Der am meisten unterschätzte Punkt. Wenn Kinder da sind, endet die Beziehung nicht mit der Scheidung, sie ändert nur ihre Form. Vereinbarungen darüber, wie und worüber kommuniziert wird, verhindern mehr Folgestreit als jede Unterhaltsklausel.

Wann Scheidungsmediation der bessere erste Schritt ist

  • Sie wollen sich trennen, aber nicht jahrelang streiten – und beide wissen das.
  • Es gibt Kinder, und Sie werden sich zwangsläufig weiter begegnen.
  • Eine Immobilie, ein Unternehmen oder Altersvorsorge steht im Raum.
  • Sie wollen wissen, was Sie das kostet, bevor Sie loslaufen.
  • Beide Seiten sind bereit, ihre Zahlen offenzulegen.
  • Sie suchen eine Regelung, die auch in fünf Jahren noch trägt.

Wichtig und oft missverstanden: Mediation ersetzt die Scheidung nicht. Eine Ehe wird in Deutschland ausschließlich durch das Familiengericht geschieden, und für den Antrag ist mindestens ein Anwalt zwingend (§ 114 FamFG). Was die Mediation ersetzt, ist der Streit über die Folgen – und damit den zweiten Anwalt und die Verfahrensdauer. Gespart wird also nicht das Gericht, sondern die Eskalation. Was das konkret bedeutet, rechnet der Kostenrechner weiter unten für Ihre Zahlen aus.

Ablauf

Wie medipact unterstützt

01

Situation klären

Sie strukturieren gemeinsam, welche Themen wirklich geklärt werden müssen – sachlich und emotional.

02

Gespräch ermöglichen

Ein klarer Rahmen hilft, wieder miteinander zu sprechen – ohne Eskalation.

03

Lösung entwickeln

Am Ende steht eine faire, tragfähige Grundlage für Vereinbarungen.

Vertrauen

Warum dieser Weg sinnvoll ist

Außergerichtlich

Konflikte können oft schneller und kostengünstiger gelöst werden als vor Gericht.

Selbstbestimmt

Die Lösung wird nicht vorgegeben, sondern gemeinsam entwickelt.

Nachhaltig

Vereinbarungen halten besser, weil beide Seiten dahinterstehen.

Häufige Fragen zur Trennungs- und Scheidungsmediation

Was kostet eine Mediation bei Trennung und Scheidung?

Bei medipact kostet die Trennungsmediation pauschal 399 € pro Partei im reinen Online-Verfahren, 499 € in der Hybrid-Variante mit Video-Terminen und 899 € im Vollservice. Der Preis ist unabhängig davon, wie viele Themen Sie klären – es gibt keine Stundenabrechnung, die mit jeder Eskalation teurer wird. Details im Kostenüberblick.

Ersetzt die Mediation Anwalt und Gericht?

Nein. Geschieden wird in Deutschland ausschließlich durch das Familiengericht, und dafür ist anwaltliche Vertretung erforderlich. Die Mediation klärt die Folgen – Unterhalt, Betreuung, Vermögen, Wohnung – und hält sie in einer Vereinbarung fest, die notariell beurkundet werden kann. Das Gerichtsverfahren wird dadurch deutlich kürzer und günstiger, entfällt aber nicht.

Ist die Vereinbarung rechtlich bindend?

Die Abschlussvereinbarung ist ein bindender Vertrag. Für bestimmte Regelungen – etwa zum Versorgungsausgleich, zu Immobilien oder zum nachehelichen Unterhalt – ist zusätzlich eine notarielle Beurkundung erforderlich, damit sie wirksam ist. Lassen Sie die Vereinbarung vor der Unterschrift anwaltlich prüfen.

Funktioniert Mediation, wenn wir kaum noch miteinander reden können?

Genau dafür ist das Online-Verfahren gemacht. Jede Seite bearbeitet die strukturierte Fallaufnahme zunächst getrennt und schriftlich – Sie müssen sich nicht gegenübersitzen, solange das noch nicht geht. Wer aufschreibt statt im Affekt zu antworten, formuliert überlegter. Erst danach wird zusammengeführt.

Wie gut sind die Erfolgsaussichten?

Erhebungen von Mediationsverbänden berichten für Familien- und Scheidungsmediation regelmäßig Einigungsquoten um die 80 Prozent. Entscheidend ist die Freiwilligkeit: Wer sich auf eine Mediation einlässt, sucht bereits eine Lösung statt eines Urteils. Selbst entwickelte Regelungen werden zudem seltener nachverhandelt als gerichtlich verfügte.

Wann ist Mediation bei einer Trennung nicht der richtige Weg?

Wenn Gewalt, Drohung oder Stalking Teil der Beziehungsgeschichte sind, wenn eine Seite Angst hat, offen zu sprechen, oder wenn der begründete Verdacht besteht, dass Vermögen verschwiegen wird. In diesen Fällen braucht es einen geschützten rechtlichen Rahmen, keinen gemeinsamen Verhandlungstisch.

Hintergrundwissen

Wussten Sie schon?

01 / 05

Das Trennungsjahr ist Pflicht

§ 1566 Abs. 1 BGB setzt für eine einvernehmliche Scheidung ein volles Trennungsjahr voraus. Genau dieser Zeitraum bietet sich an, um Unterhalt, Betreuung und Finanzen strukturiert statt im Streit zu klären.

Kostenrechner

Was würde dieser Streit vor Gericht kosten?

Gerichts- und Anwaltskosten stehen in festen gesetzlichen Tabellen. Beispielrechnung für trennung & scheidung bei einem Wert von 16.200 € (aus dem Einkommen berechnet):

Vor Gericht
5.658 €
Kostenrisiko, wenn Sie vollständig unterliegen
Mit medipact
4.001 €
Mediation plus einvernehmliche Scheidung

Woraus sich die 4.001 € zusammensetzen

Mediation bei medipact (2 × 399 €)
798,00 €
Gerichtskosten der Scheidung
749,00 €
Anwalt für den Scheidungsantrag
2.454,38 €

3.203,38 € davon sind gesetzlich unvermeidbar. Eine Ehe wird nur durch gerichtlichen Beschluss geschieden, und für den Antrag ist mindestens ein Anwalt zwingend (§ 114 FamFG) — das gilt bei jedem Anbieter und auch ohne Mediation. Gespart wird deshalb nicht das Gericht, sondern der zweite Anwalt: 1.656,38 €. Und das ist die gesetzliche Untergrenze — bei einer streitigen Scheidung wird meist nach Stunden abgerechnet, dann liegt die Differenz deutlich höher.

Der Rechner ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Jede Position mit Fundstelle im Gesetz, inklusive Vergleich mit einem Anwalts-Stundenhonorar.

Kostenlos

Noch nicht bereit für eine Mediation?

Dann dokumentieren Sie erst einmal: Im kostenlosen Konflikt-Logbuch halten Sie Vorkommnisse, Gespräche, E-Mails, WhatsApp-Nachrichten und Telefonate fest – wie ein Streit-Tagebuch. Vertraulich, jederzeit in eine Mediation umwandelbar.

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